Seit dem 1. Januar 2007 müssen alle Hunde in der Schweiz einen elektronischen
Chip implantiert haben. Dadurch kann jedes Tier zweifelsfrei identifiziert
werden. Doch eigentlich gehen Katzen viel häufiger verloren als Hunde:
Gemäß Schätzung der Schweizerischen Tiermeldezentrale verschwinden
jährlich 10’000-20'000 Tiere, ca. 80% davon sind Katzen. Für
Katzen ist der Chip aber nicht vorgeschrieben. Macht es also Sinn, seine Katze
mit einem Mikrochip zu versehen?
Der Alptraum jeder Katzenbesitzerin oder jedes Katzenbesitzers ist das unübliche
lange Wegbleiben des geliebten Vierbeiners bei einem seiner Streifzüge
im Freien.
Ist wohl etwas passiert? Man beginnt sich Sorgen zu machen oder startet gar
eine Suchaktion. Meist haben solche Geschichten ein Happyend und die Katze
findet ihren Weg verspätet zurück. Was aber, wenn die Katze wirklich
ausbleibt, herumstreunt, irgendwo eingeschlossen oder verunfallt ist, gefunden
und zur Polizei, zum Tierarzt oder einem Tierheim gebracht wird?
Kein Problem - der Implantationschip unter der Haut macht es für den
Finder bzw. die Polizei, den Tierarzt oder das Tierheim möglich, die
Halterin oder den Halter des gefundenen Tieres rasch zu ermitteln!
Der Chip, auch Transponder genannt, ist inaktiv und wird erst durch das Lesegerät aktiviert. Somit ist er für das Tier vollkommen ungefährlich und stört es nicht, denn er ist nicht größer als ein Reiskorn. Das einsetzen des Transponders ist mit einer Impfung vergleichbar, der Katze werden also keine unnötigen Schmerzen zugefügt. Ein Mikrochip hält ein ganzes Katzenleben und kann nicht zerbrechen oder anders kaputt gehen.
Eine andere sehr einfache Möglichkeit Katzen zu identifizieren, wäre das Halsband mit einer Adresskapsel. Ein Katzenhalsband hat aber leider auch Nachteile. Es ist schnell abgenutzt und kann verloren gehen. Zudem birgt es auch erhebliche Gefahren: Die Katze kann damit an Ästen hängen bleiben. In der Praxis werden uns auch immer wieder Katzen vorgestellt, die mit einer Pfote und schließlich mit dem ganzen Bein durchs Halsband schlüpfen. Dies führt zu schlimmen Verletzungen unter der Achsel. Wichtig ist, falls sie sich für ein Halsband entscheiden, das Halsband genug eng anzuziehen. Sie dürfen nur noch mit knapp 2 Fingern unten durch kommen!
Übrigens: Für den Grenzübertritt in ein europäisches
Land sind die Kennzeichnung mit Chip und der Heimtierausweis für die
Katze obligatorisch.
Weiterer Vorteil: Zugangscode für die neue elektronische Katzenklappe PETPORTE!